
| GESCHICHTE DES KIRSCHENANBAUS |
Menschen haben vermutlich bereits in der Steinzeit Kirschen gesammelt und gegessen. Damals allerdings nur die kleinen Früchte der wilden Vogel-Kirsche. Archäologen entdeckten bei Ausgrabungen versteinerte Kirschsteine in den Behausungen unserer Vorfahren.
Der
Legende nach brachte der römische Feldherr und Feinschmecker Lucius Lucinius
Lucullus um 64 v. Chr. die erste Kulturform der Kirsche als Kriegsbeute vom
Schwarzen Meer nach Italien. Nach der Stadt Kerasos (heute Giresun
in der Türkei) nannten die Römer die Kirsche „cerasus“.
Wahrscheinlich nahmen römische Legionäre die Kulturkirschen mit in die von Rom eroberten Gebiete. Damit sorgten sie für ihre Verbreitung in Mitteleuropa.
Aus "cerasus" wurde im Französischen "cerise", im Spanischen "cereza", im Englischen "cherry" und bei den Germanen "kirsa"
Über die Jahrhunderte haben viele Generationen diese Frucht kultiviert. Besonders ab dem 18. Jh. entwickelten Züchter und Kirschenanbauer viele neue Sorten.

Wenn Sie Kirschen in der Hand halten, haben Sie immer auch ein Stück Kulturgeschichte in der Hand.
Heute sind Kirschen weltweit in den gemäßigten Klimazonen verbreitet. 80 % der Welternte kommen aber aus Europa.
© Stand: September 2008