
| MYTHOS KIRSCHE |
hat es bis ins Grüne Gewölbe in Dresden gebracht, und zwar als Ohrschmuck verarbeitet mit 185 geschnitzten Köpfen. Genaue Beobachter wollen aber nur 113 Gesichter erkannt haben.
Bei den Deutschen Meisterschaften im Kirschsteinspucken 2003 gelang es Thomas Brübach aus dem Witzenhausen-Werleshausen, den Kirschstein 24,33 Meter weit zu spucken. Das ist Weltrekord. (Quelle: www.kirschsteinspucken.de)
Dabei schneiden junge, heiratsfähige Mädchen am 4. Dezember (Barbaratag) Kirschbaumzweige und stellen sie in eine Vase. Jeder Reis wird mit dem Namen eines jungen Mannes versehen, den sich das Mädchen zum Manne wünscht. Wessen Zweige zuerst blüht, soll im nächsten Jahr der Auserwählte sein. Brechen die Blüten vor Weihnachten nicht auf, so kommt im nächsten Jahr keine Heirat zustande.
Wie die Kirsche im Volksmund als Symbol für die vollen Lippen einer Frau und für den Kuss steht, sind sie im Traum ein Sinnbild für Gefühle und Liebe. Pflückt man Kirschen, gewinnt man neue Freunde oder festigt eine bestehende Verbindung. Süße Kirschen sind wie Küsse, saure können auch Enttäuschungen signalisieren, schwarze manchmal eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Die Kirschblüte deutet auf die ewig junge Liebe und auch viel Herzlichkeit hin, die zu einem Neubeginn ermutigen.
© Stand: Juni 2009