
| KIRSCHE ALS PFLANZE - BIOLOGIE |
An der Borke sind Kirschen immer gut zu erkennen. Sie haben eine so genannte „Ringelborke“. Sie hat deutliche Querstreifen
Die Wurzel wird als Herzwurzel bezeichnet. Sie wächst in die Breite und in die Tiefe. So kann sie Wasser und Nährstoffvorräte gut ausnutzen und ist fest im Boden verankert!

Aus den länglichen, spitzen Knospen wachsen die Blätter.
Blattknospe
Aus den rundlichen Knospen entstehen die Blüten. Diese stehen oft zu mehreren zusammen, solche Ansammlungen von Blütenknospen heißen Bukettknospen.

Kirschblüten haben immer fünf Blütenblätter.

Verschiedene Insekten und auch der Wind tragen den
Kirschblütenpollen von Blüte zu Blüte, aber die Honigbienen sind die
fleißigsten Helfer bei der Bestäubung der Kirschen. Ohne sie würden wir viel
weniger Kirschen ernten.
Nicht nur wer zu spät kommt, kann dafür vom Leben bestraft werden, sondern auch derjenige, der zu früh dran ist. Kirschen blühen sehr früh im Jahr. Dies kann für ihre Bestäubung in manchen Jahren ein Problem sein, weil Bienen erst ab circa 12°C fliegen. Die Farbe, der Geschmack und die Konsistenz des Honigs hängen davon ab, von welchen Pflanzen die Bienen den Nektar gesammelt haben. Im Honig einer Region können Sie etwas ihrer Landschaft schmecken. Kirschblütenhonig ist dafür bekannt, dass er besonders cremig ist.
Die meisten Kirschensorten sind selbstunfruchtbar. Das heißt, zwischen Blüten derselben Sorte kann keine Bestäubung stattfinden. Selbst bei verschiedenen Kirschensorten können sich bestimmte Sorten untereinander nicht bestäuben. Diese Sortengruppen heißen „Intersterilitätsgruppen“.
Dies sollten Sie beachten, wenn Sie Kirschen im Garten pflanzen möchten.

Fast alle sprechen von Kirschkernen. Dabei gehört die Kirsche botanisch gesehen, nicht zum Kernobst, sondern zum Steinobst. Deshalb hat die Frucht auch keinen Kirschkern, sondern einen Kirschstein! Er ist der Samen des Kirschbaums und wird meist durch Vögel verbreitet.
© Stand: September 2008